Astronomische Gesellschaft Nürnberg

Felix Klein (1849–1925): sein „Erlanger Programm“ und sein „Gauß-Programm“

Datum
21.10.2026 19:00 - 20:30
Ort
Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg

Beschreibung

Prof. Dr. habil. Renate Tobies, Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

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Felix Klein, ca. 1880; aus Tobies, R. (2025): Felix Klein (1849-1925). Visionen für Mathematik, Anwendungen und Unterricht. Berlin: Springer Spektrum (2. neu gestaltete Aufl.), S. 208.
Im Alter von 23 wurde Felix Klein ord. Professor der Mathematik an der Universität Erlangen und präsentierte hier sein berühmtes „Erlanger Programm“, mit dem er die damals existierenden, sich zum Teil bekämpfenden Richtungen in der Geometrie zu ordnen suchte. Wie er das tat, wird am Beispiel erklärt. Auch die Nicht-Euklidischen Geometrien gehörten dazu, womit Klein schon zuvor internationales Aufsehen erregt hatte. Er hatte deren Widerspruchsfreiheit zeigen können. Das war höchst bemerkenswert, denn große Philosophen hatten die euklidische (= 3-dimensionale) Geometrie als „denknotwendig“ erklärt. Es sollte ca. 40 Jahre dauern, bis durch Einsteins Relativitätstheorie klar wurde, dass nichteuklidische Geometrie real existiert: unsere Welt breitet sich nichteuklidisch aus!
Klein arbeitete auf nahezu allen damaligen Gebieten der Mathematik und entwarf weitere Programme. Es zeichnete ihn besonders aus, dass er als erster Mathematiker massiv für Anwendungen der Mathematik in technischen Gebieten eintrat, nachdem er Professor an der TH München gewesen war: sein „Gauß-Programm“, das er an der Universität Göttingen umsetzte.

 

Vortragsreihe Zahlen, Formen, Weltbilder – Streifzüge durch die Geschichte der Mathematik -  Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg, Fachteam Planetarium / ART & Friedrich e.V. / AGN e.V.

Standortinformationen

Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg

Straße
Am Plärrer 41
Stadt
90429 Nürnberg
Land
Deutschland
Link
https://planetarium-nuernberg.de